Berlin in 15 Jahren – unser gemeinsamer Kompass

Am 2. September wurde die BerlinStrategie vorgestellt, ein Wegweiser für eine Stadt für alle.

Berlin wächst. Berlin wird bunter und vielseitiger. Was die Stadt ausmacht: Menschen mit unterschiedlichsten Träumen, Visionen, Lebensvorstellungen und Startbedingungen leben hier Tür an Tür. Wir Berliner heißen das Andere, das Neue, das Fremde, das Absurde und das Verrückte willkommen.

Das ist unser Reichtum, aber das ist auch unsere Herausforderung. Eine gute Stadtpolitik muss darauf ausgerichtet sein, den Bedürfnissen aller Bürgerinnen und Bürger gerecht zu werden. Das Stadtentwicklungskonzept 2030 hat genau dieses Ziel. In einem langen und ausgiebigen Prozess wurde ein Fahrplan für Berlin bis in das Jahr 2030 entwickelt. Das zentrale Element dieses Prozesses war die Beteiligungsmöglichkeit für alle Menschen, die in dieser Stadt leben. Jede und jeder war zum Mitdenken, Mitmachen und Mitgestalten aufgerufen.

Das Stadtforum

Am 2. September wurde den Berlinerinnen und Berlinern das Ergebnis des Prozesses, und damit die BerlinStrategie präsentiert. Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft, Bildung und Kultur brachten sich an dem Nachmittag ein und diskutierten über Gegenwart und Zukunft der Hauptstadt. Auch Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, nahm an der Veranstaltung teil und sprach über Entwicklungen, Herausforderungen und Parallelen der beiden Städte.

Gerade in einer Stadt wie Berlin, in denen Wandel oft die einzige Konstante zu sein scheint, brauchen wir ein stimmiges Konzept für unsere Kieze, eine gemeinsame Idee für unser Zusammenleben, einen gemeinsamen Kompass für die Gestaltung unserer Heimat. Die BerlinStrategie kann all das sein. Wenn wir es gemeinsam anpacken.

Räume schaffen, Berlin gestalten

Was Berlin ausmacht, ist, dass jede und jeder hier den eigenen Platz finden kann. Eine der großen Herausforderungen von Stadtentwicklungspolitik ist, dass das so bleibt. Wir wollen kein Zentrum, in dem nur Reiche Raum haben. Viele große, begehrte Städte sind geprägt von einem enormen Wohlstandsgefälle zwischen den einzelnen Vierteln. Wir konnten uns die Vermischung innerhalb der Bezirke erhalten. Aber wir müssen auch daran arbeiten, dass das so bleibt. Das bedeutet auch, Wohnraum zu schaffen. Hier ist nicht nur die Politik gefragt, sondern auch die Stadtbevölkerung. Wenn es bei konkreten Wohnungsbauplänen immer wieder heißt: „Wohnungen ja, aber nicht in meinem Kiez“, dann kommen wir in Sachen Wohnungsneubau nicht weiter. Wir wollen in Solidarität miteinander leben, das bedeutet auch, Kompromisse einzugehen.

Das ist nur einer von vielen Aspekten der Stadtentwicklungspolitik, der zeigt: Die BerlinStrategie kann uns leiten, aber sie ist kein Selbstläufer, sie funktioniert nur, wenn wir alle unseren Beitrag leisten, wenn wir solidarisch denken und handeln, wenn wir im Sinne der Stadtgesellschaft auch auf das eine oder andere Privileg verzichten. Wir alle können mitmachen. Wir alle können Berlin machen.

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